Max


Guten Tag! ich bin Max. Ich bin ein echtes Rheinisches Urgestein. Na ja, nicht ganz. Andererseits dürfte dem ein oder anderen Besucher der Name Max im Zusammenhang mit einem Ochsen im Museum durchaus geläufig sein.

Mein Vater, mein Opa, mein Uropa und mein Ururopa hießen ebenfalls so.
Das führt jetzt aber zu weit weg. Zurück zum eigentlichen Thema!

Also... Ich lebe seit meiner Geburt im Freilichtmuseum. Dort teile ich mir die Weide immer mit den anderen. Mit Henry, Anita, und und und. Das sind meine besten Freunde. Wir sind nämlich alle Teil einer ganz bestimmten Rasse - wir sind Glan-Donnersberger-Rinder.

In den 1980er-Jahren war die Rasse vom Aussterben bedroht. Dabei sind wir eigentlich ganz cool. Ja, klar, es gibt da so ein paar Sachen, die in der modernen Landwirtschaft nicht so der Bringer sind, aber das macht dem Museum nichts aus. Da hatte mein Urururopa, einer der letzten unserer Rasse, richtig viel Glück.

Der Grund weshalb die Rasse fast ausgestorben ist, ist eigentlich ganz einfach. Wir sind für die Produktion von Lebensmitteln nicht so gut geeignet. Die Mädels können z.B. nicht bei der Milchproduktion einer modernen Milchrasse mithalten. Außerdem wachsen wir langsamer und setzen nicht so schnell Fett an. Deshalb sind wir auch für die Fleischproduktion eine Zeit lang nicht so interessant gewesen. Wir sind echte Allround, können alles, auch arbeiten ganz gut, aber eben nicht perfekt. Also arbeiten schon, aber dafür haben die Menschen heute Traktoren.

Hier im Museum müssen wir nur eine gute Figur machen und das können wir besonders gut. Ganz besonders ich! Manchmal dürfen wir arbeiten und die Muckies spielen lassen , na ja, was heißt wir. Meistens darf Henry arbeiten. Er wurde über viele Jahre speziell dafür ausgebildet und mag Menschen. Ja, der Knabe ist richtig knorke. Er kann Wagen durch das Gelände ziehen oder beim Pflügen eines Ackers aushelfen. Er ist wirklich ochsenstark!

Eigentlich sollte ich mehr von mir erzählen. Also ich bin ein Herdentier. Das heißt, dass ich echt gerne viel Zeit mit meinen Freunden verbringe. Mein Fell ist dunkel und glänzt ganz seidig. Meine Zunge ist rosarot und rau. Ich bin ein überzeugter Paarhufer und Wiederkäuer, das heißt das meine Hufe zweigeteilt sind und mein Magen ganz besonders funktioniert. Ich habe zwei Hörner, die glücklicher Weise beide in die selbe Richtung gucken.

Das mit den Hörnern war nämlich immer so ein Ding: Früher waren viele im Rheinland lebende Rinder Glan-Donnersberger. Manchmal spotteten die Menschen. Sie sagten, wenn sie uns beschrieben, dass wir dünnbeinig und mit krummen Horn sein. Pfffft! Na ja, sie meinten dann nicht nur uns, aber eben auch. Pfft pfft pfft!

Das war bestimmt nur Neid. Menschen haben nämlich keine Hörner. Ich schon. Die Mädels auch! Und wir alle finden unsere Hörner richtig gut.

Moment. Irgendwas wollte ich doch noch erzählen. Muuuuuhhh!

Ach, Verzeihung! Das ist mir so rausgeruscht!

Ach ja. Hier geht es ja um Tierpatenschaften - Sie können dem Förderverein, der einige Kosten für meine Unterbringung und meine Versorgung im Museum übernimmt, helfen. Das heißt dann Tierpatenschaft. Sie helfen damit nicht nur mir, sondern auch meinen Freunden und tragen damit zum Erhalt unserer ziemlich alten Haustierrasse bei, die fast mal ausgestroben ist. Das wäre toll!

Wie das mit der Tierpatenschaft genau funktioniert und was es kostet, kann Inge Ruschin vom Förderverein erklären. Ihr erreicht sie unter der Telefonnummer 02443 9980-147 oder schreibt Ihr doch eine Mail an: inge.ruschin@lvr.de.

So, genug geschwafelt!
Maach et joht und bis bald im Museum!
 

Max!