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Belinda

Also ich bin Belinda, ein Ardenner Kaltblut-Pferd und lebe zusammen mit all‘ den anderen Tieren hier im Rheinischen Freilichtmuseum in Kommern. Aber anders als Josefine, die meist auf Trab ist, um überall nach dem Rechten zu schauen und Briefe zu schreiben, bin ich richtig zum Arbeiten da. Schaut Euch doch mal mein Tierporträt an, da könnt Ihr noch eine Menge mehr über mich erfahren.

Beim „Verrückten Holz“ konntet Ihr mich ja so richtig in Aktion beobachten, wie ich ziemlich lange und manchmal auch ganz schön schwere Baumstämme ganz akkurat durch die Gegend bewege. Aber keine Sorge, ich bin quasi zum Arbeiten geboren und habe so richtig Spaß daran, weil ich nämlich nicht nur kräftig und ausdauernd bin, sondern auch dann die Nerven behalte, wenn es mal etwas hektischer wird.

Und das ist auch gut so, denn hier im Museum gibt es ja immer etwas zu tun. Da ziehe ich auch schon mal den Pflug, wenn die Äcker neu bestellt werden oder auch schon mal die Kutsche, wenn wir Gäste haben, die gern eine Kutschfahrt unternehmen wollen. Unterstützt werde ich bei meinem Job von meinen beiden Kolleginnen Rosie und Marie, aber – und das muss jetzt aber wirklich unter uns bleiben – so ganz klug und pfiffig wie ich sind die beiden nun mal leider nicht.

Wollt Ihr noch mehr über mich und meine Rasse erfahren? Gut, aber da muss ich schon ein bisschen weiter ausholen, denn mein Stammbaum lässt sich bis ungefähr 50.000 Jahre bis in die Prähistorie zu meinen Vorfahren, den Solutré-Pferden, zurückverfolgen.

An meiner Familie hatten übrigens auch schon die alten Römer Freude, die uns nicht nur als Arbeits-, sondern auch gern als Reittiere nutzten. Kein Wunder also, dass in uns auch jede Menge Einkreuzungen mit drinstecken, aber irgendwie sind wir uns doch immer treu geblieben.

Und damit wir uns ganz klar verstehen, auch wenn unsere grazileren Verwandten wie die Araber schon mal abfällig als moppelig bezeichnen, wir sind nicht stämmig, wir sind kräftig. Mit einem Gewicht von bis zu 1.000 Kilogramm und einem Stockmaß von bis zu 165 Zentimetern sind wir selbst für Kaltblutpferde recht wuchtig. Dabei verteilen wir unser Gewicht vor allem auf einen breiten Körper mit breiten Schultern, die vor Kraft nur so strotzen. Manch einem mögen unsere kräftigen Beine als etwas kurz vorkommen, aber wozu sollten wir so lange und dünne Stelzen haben, wo wir doch keine Rennpferde sind? Ach und am Ende, also am Fesselgelenk, da haben wir die für uns Kaltblüter so typischen stark ausgeprägten und dichten Köten, die uns bei der Arbeit in Feld und Flur vor Nässe schützen.

Ich selber bin von einem kräftigen Braunton, aber auch Schimmel, Füchse und Rappen sind unserer Familie vertreten.

Klar, ich verdiene mir meinen Unterhalt ja mit meiner Arbeit, aber über ein kleines Zubrot, da tät ich mich schon freuen. Wie wäre es denn mit einer Tierpatenschaft? Fragt doch mal bei Inge Ruschin vom Förderverein, die kann Euch bestimmt weiterhelfen.

Ich muss jetzt zurück an die Arbeit, aber vielleicht sehen wir uns ja bald wieder – im LVR- Freilichtmuseum Kommern.